 |
|
Tuk-Tuks geben den Takt vor
© travellinxx.de |
|
ast zeitlupenartig schleppen sich gewaltige Kähne durch die
Fluten des Chao Phraya, Boote bis über den Rand mit
Menschen beladen queren unermüdlich den braunen Strom, Angler
baden vom Steg aus ihre Ruten im Wasser, verliebte Pärchen
spazieren händchenhaltend über die Promenade. Weiter flussabwärts
reihen sich die prächtigen Luxushotels wie Perlen an der Schnur,
vom legendären Oriental-Hotel bis zum Fünf-Sterne-Palast The
Peninsula. Wer will, kann sich hier für einen Drink niederlassen
und darauf warten, dass die Sonne wieder einmal blutrot überm
Wat Arun, dem "Tempel der Morgenröte" versinkt.
Ein Nachmittg an Bangkoks großem Fluss, der die Stadt in zwei
Hälften teilt, und der sie beruhigt, wenn sie wieder mal an
ihrer eigenen Aufgeregtheit zu ersticken droht, gehört sicherlich
zu den schönsten Augenblicken eines Bangkokaufenthalts. Aber
auch sonst gibt es soviel zu sehen, so viel zu entdecken:
Allein die Liste der offiziellen Sehenswürdigkeiten ist so
lang, dass sie kaum an ein paar Tagen abzuarbeiten ist: Königspalast
und Nationalmuseum, Schwimmender Markt und Krokodilfarm,
Dusit Zoo und Jim Thomson Haus, die Residenz des berühmten
Seidenpioniers.
Darüber hinaus gibt es soviel Sehenswertes, dass ein Leben
nicht reicht, alles abzuklappern. Chinatown zum Beispiel mit
seinen Tausenden kleinen Lädchen, die bis zur Decke vollgestopft
sind mit Kissen, Besen, Schachteln, Werkzeugen, Mofas oder
Sofas. Blumenmärkte, die vor Buntheit ganz farbenblind machen.
Nachtmärkte, auf denen man wie im Schlaraffenland durch
bloßen Fingerzeig alles bekommt, was einem nur in den Sinn
kommt, von frittierten Wachteleiern bis zu Kokospudding, von
Dörrfisch bis Papayasalat. Dazu die hektisch knatternden Tuk
Tuks, die die Stadt immer noch in Atem halten, goldglitzernde
Pagoden und der Duft von Millionen Räucherstäbchen.
Und bei Nacht geht das Abenteuer weiter. Vorbei die Zeiten,
in denen sich Bangkoks Nachtleben auf einige Rotlichtviertel
beschränkte. Mittlerweile kann die Stadt der Engel eine Reihe
vorzüglicher Bars und Diskos vorzeigen, darunter einige
der größten der Welt, wie die Paradise Music Hall in
der Arun Amarin Road, in der sich bis zu 4000 Partypeople
auf die Füße treten, oder den angesagten Bed Supper Club
in der Sukhumvit Soi, der mit seinem chilligen Design auch
gut zu London oder New York passen würde. Nicht zu vergessen
Bangkoks Qualitäten als Shoppingziel. Manchmal scheint es,
als sei die Stadt ein einziger großer Marktplatz, mit endlosen
Textil- und Schuhläden, mit ganzen Straßenzügen voller Gold-
und Silberschmieden, mit Kunstgalerien und Ledershops und
hypermodernen Shoppingarkaden, die edelsten Designerchic
und feinste Elektronik für wenig Geld anbieten. Und das Beste:
Zur Shopping- oder Sightseeingtour muss sich kein Bangkok-Besucher
mehr durch die notorisch verstopften Straßen Bangkoks plagen:
denn seit Juli verbindet Bangkoks erste U-Bahnlinie
die wichtigsten Viertel der Stadt. Trotzdem sollte sich natürlich
kein Bangkokbesucher eine Fahrt mit einem der knallbunten
TukTuks entgehen lassen. Und sei es nur, um anschließend die
Ruhe und Idylle eines Abends am Ufer des Chao Phraya noch
mehr genießen zu können.

Bangkok Cityguide

Bangkok Shopping
|