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aegypten
Oasen: Bilderbogen in der Wüste
 
 
   
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in paar Palmen um einen Weiher, ein paar Brunnen und einfache Palmhütten. So stellt man sich gemeinhin eine Oase vor. Für die Oasen der Westlichen Wüste ein völlig falsches Bild. Denn eine Oase umfasst hier ein Gebiet von bis zu 100 Kilometern Durchmesser mit einem Hauptort und einer Reihe weiterer Dörfer, in denen zusammen mehrere zehntausend Menschen leben. Die Oasen sind heute durch Asphaltstraßen verbunden und lassen sich bequem mit dem Auto erreichen. Besonders beliebt ist die Fahrt auf der alten Karawanenroute Darb el Arba´aim von Kairo nach Luxor, die auf 1500 Kilometer Länge vier der westlichen Oasen verbindet.

Bahariya
Fruchtbarer Boden für die Gesundheit
Massive Sanddünen umgeben die erste Oase im westlichen Oasenring und drohen einige ihrer älteren Siedlungen zu verschlingen. Bahariya liegt rund 400 Kilometer von Kairo entfernt. Auf den fruchtbaren Böden werden vor allem Datteln, Oliven, Aprikosen, Reis und Mais angebaut. Bahariya ist besonders bekannt für seine Mineral- und Schwefelquellen, darunter Bir Mathar und Bir al-Ghaba. Diese haben auch den deutschen Peter Wirth angelockt, der in Bahariya ein kleines Wüstenhotel mit einem Thermal-Pool im Innenhof errichtet hat, das International Health Center.

Farafra
Leben mit Tradition und Kunst
Berühmt ist Farafra für die Künstlergemeinde der Beduinen, die aus Palmenstümpfen filigrane Skulpturen formt. Farafra ist die isolierteste der westlichen Oasen. Einfache Lehmhäuser prägen das Bild. Ihre Bewohner sind bekannt für ihre Traditionsverbundenheit und ihre Gläubigkeit. Unweit der Oase laden die Schwefelquellen von Bir Setta zu einem Schönheitsbad. Rund 30 Kilometer nördlich von Farafra beginnt die "Weiße Wüste": eine bizarre Landschaft mit Hunderten von Kreideskulpturen, die Wind und Wetter modelliert haben. Fünf bis zehn Meter hoch ragen sie in den Himmel.

Dakhla
Die Perle schimmert rosa
Die Oase Dakhla besteht aus 14 verstreuten Ortschaften. Bereits im Altertum galt sie als die schönste der ägyptischen Oasen. Wegen des bis zu 400 Meter hohen, rötlich schimmernden Felsabbruchs wird sie auch die "Rosa Oase" genannt. In der Hauptstadt Mut, befindet sich das Heimatmuseum, in dem Tonfiguren Kultur und Familienleben von Dakhla darstellen. Etwa 30 Kilometer von Mut entfernt liegt die Ortschaft Al Kasr. Sie wurde einst von den Römern angelegt und war im Mittelalter Hauptstadt der Oase. Ihre Altstadt ist ein Labyrinth enger Gassen, die Lehmhäuser mit feingeschnitzten Holzverzierungen säumen.

Kharga
Heiße Quellen und viel Geschichte
El Kharga ist die südlichste und zugleich die größte der westlichen Oasen. Allein im Hauptort leben 60 000 Menschen. Als einzige der Oasen verfügt sie außerdem über einen eigenen Flughafen. Einst machte hier "Straße der Vierzig Tage" Zwischenstation, die berüchtigte Sklavenhandelsroute zwischen Kairo und dem Sudan. Sehenswert ist besonders der gut erhaltene Hibistempel, der zu den wenigen persischen Monumenten in Ägypten gehört. Die Thermalquellen der Dörfer Bulaq und Nasser sind bekannt für ihre angenehmen Temperaturen, die bis auf 43 Grad Celsius steigen. Das Wasser soll besonders bei Rheuma und Allergien heilend wirken.

Siwa
Wo einst Kleopatra badete
250.000 Dattelpalmen, gespeist mit dem Wasser von über 200 Quellen, geben Siwa das Gesicht einer Bilderbuchoase. Die isolierte Lage im Westen von Ägypten nahe der libyschen Grenze, hat außerdem dazu geführt, dass in dieser Oase alte Lebensweisen erhalten geblieben sind. So tragen viele Frauen noch immer traditionelle Kleidung und Silberschmuck. In der Antike war Siwa für sein Amun-Orakel bekannt. Auch Alexander der Große suchte es auf, um nach dem Ägypten-Feldzug seine Herrschaft durch die Götter bestätigen zu lassen. In der Nahe der Ruinen des Amuntempel findet sich das berühmte Bad der Kleopatra. Heute dürfen hier Besucher planschen.

 

 

 
Fritierte Küchlein
Tahinisauce
Molucheya


 

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